Das Wichtigste in Kürze
- Der Notgroschen fängt unerwartete Ausgaben auf, damit du nicht in den teuren Dispo rutschst oder Anlagen im falschen Moment verkaufen musst.
- Oft empfohlen werden drei bis sechs Monatsausgaben. Wie viel du brauchst, hängt von deinem Einkommen und deiner Lebenssituation ab.
- Die Rücklage gehört dorthin, wo sie jederzeit verfügbar ist und nicht schwankt, zum Beispiel auf ein Tagesgeld- oder separates Konto.
Wofür die Rücklage da ist
Eine kaputte Waschmaschine, eine Autoreparatur, eine Nachzahlung oder ein paar Wochen ohne Einkommen: Solche Ausgaben kommen fast immer unerwartet. Ohne Rücklage bleibt oft nur der Dispokredit, und der ist meist teuer. Oder du musst Geldanlagen verkaufen, vielleicht gerade dann, wenn die Kurse niedrig stehen.
Wie viel solltest du zurücklegen?
Häufig empfohlen werden drei bis sechs Monatsausgaben. Wichtig: Gemeint sind deine Ausgaben, nicht dein Einkommen. Wer im Monat 2.000 Euro für Miete, Lebensmittel, Versicherungen und Co. ausgibt, landet also bei etwa 6.000 bis 12.000 Euro.
- Eher mehr ist sinnvoll, wenn dein Einkommen schwankt, etwa in der Selbstständigkeit, wenn Kinder von dir abhängen oder wenn du Wohneigentum besitzt, bei dem Reparaturen anfallen können.
- Eher weniger kann reichen, wenn dein Einkommen sehr sicher ist und du keine größeren Verpflichtungen hast.
Wo der Notgroschen hingehört
Die Rücklage soll jederzeit verfügbar sein und darf nicht im Wert schwanken. Aktien, Fonds oder ETFs sind dafür nicht geeignet, denn sie können gerade dann im Minus sein, wenn du das Geld brauchst. Besser passt ein Tagesgeldkonto oder ein separates Konto. Guthaben bei Banken in der EU ist durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank geschützt.
So baust du die Rücklage auf
- Ermittle grob deine monatlichen Ausgaben, zum Beispiel anhand der Kontoauszüge der letzten drei Monate.
- Richte einen Dauerauftrag ein, der direkt nach dem Gehaltseingang ausgeführt wird. So sparst du, bevor das Geld ausgegeben ist.
- Halte die Rücklage auf einem eigenen Konto, getrennt vom Alltagsgeld.
- Wenn du etwas entnehmen musstest, fülle die Rücklage danach wieder auf.
- Steht die Rücklage, kannst du dich dem langfristigen Vermögensaufbau widmen.
Du willst wissen, wie viel Rücklage zu dir passt? Wir schauen gemeinsam auf deine Zahlen.
Termin buchenHinweis: Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine individuelle Beratung. Regelungen können sich ändern und unterscheiden sich je nach Bundesland, Dienstherr und Versorgungswerk.