Das Wichtigste in Kürze
- Das Versorgungswerk ersetzt die gesetzliche Rentenversicherung, die Leistungen unterscheiden sich aber je nach Versorgungswerk.
- Typische Lücken: Höhe der Altersrente, Voraussetzungen bei Berufsunfähigkeit, Absicherung der Familie und Unterbrechungen im Berufsleben.
- Der erste Schritt ist die jährliche Mitteilung deines Versorgungswerks: lesen und die Lücke berechnen.
Was das Versorgungswerk leistet
Statt in die gesetzliche Rentenversicherung zahlen die meisten Ärztinnen und Ärzte in das Versorgungswerk ihrer Ärztekammer ein. Es zahlt in der Regel eine Altersrente, eine Berufsunfähigkeitsrente und eine Hinterbliebenenversorgung. Wie hoch die Leistungen sind und unter welchen Bedingungen sie gezahlt werden, regelt die Satzung des jeweiligen Versorgungswerks.
Wo Lücken entstehen können
- Die Höhe der Altersrente. Bei vielen reicht sie nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Wie groß die Lücke zu deinem letzten Nettoeinkommen ist, zeigt dir die jährliche Mitteilung deines Versorgungswerks.
- Die Berufsunfähigkeit. Die Voraussetzungen unterscheiden sich. Bei manchen Versorgungswerken kommt es nicht darauf an, ob du deine Fachrichtung noch ausüben kannst, sondern ob du ärztlich überhaupt noch tätig sein kannst. Prüfe in der Satzung, wie dein Versorgungswerk Berufsunfähigkeit definiert.
- Die Absicherung der Familie. Die Leistungen für Partner und Kinder sind begrenzt. Wer Familie hat oder einen Kredit abbezahlt, sollte prüfen, ob die Leistung im Todesfall ausreicht.
- Unterbrechungen. Teilzeit, Elternzeit, Auszeiten oder Jahre im Ausland führen zu niedrigeren Beiträgen und damit zu geringeren Ansprüchen.
Was du jetzt tun kannst
- Hol dir die aktuelle Mitteilung deines Versorgungswerks und lies sie bis zum Ende.
- Berechne die Lücke zwischen erwarteter Altersrente und dem Einkommen, das du im Alter haben möchtest.
- Lass prüfen, ob eine ergänzende Berufsunfähigkeitsversicherung mit Bedingungen, die zur ärztlichen Tätigkeit passen, sinnvoll ist.
- Prüfe die Absicherung deiner Familie.
Du willst wissen, wo du stehst? Wir schauen gemeinsam auf deine Unterlagen.
Termin buchenHinweis: Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine individuelle Beratung. Regelungen können sich ändern und unterscheiden sich je nach Bundesland, Dienstherr und Versorgungswerk.